Geschichte

AEGEE (damals noch EGEE) wurde 1985 auf der EGEE-Konferenz gegründet, an der Studierende aus Paris, Leiden, London, Madrid, Mailand und München teilnahmen.

1988 wechselte die Organisation den Namen von EGEE zu AEGEE. Zum ersten Mal fand das so genannte „Summer-University“-Projekt statt. AEGEE verlegte 1995 das Hauptquartier nach Brüssel. Mit AEGEE-Ankara wurde im selben Jahr die erste Antenne gegründet, die geographisch in Asien liegt. AEGEE besuchte 1998 zum ersten Mal die Republik Zypern. 2001 wird AEGEE-Magusa (Famagusta) gegründet. In den Jahren 2001 und 2002 organisierte AEGEE mehrere Projekte, die Frieden und Stabilität in Südosteuropa und dem Mittelmeer thematisieren. Im Jahr 2003 besuchte AEGEE zum ersten Mal den Kaukasus im Rahmen eines Case Study Trips. Im selben Jahr organisierte AEGEE-Europe eine Konferenz in der Pufferzone in Nikosia (griechisch Lefkosia, türkisch Lefkoşa) auf Zypern. Auch in Georgien, Armenien und Aserbaidschan existieren AEGEE-Gruppen.

1985-1990: Die Anfänge

Der 16. April 1985 ist der Geburtstag von AEGEE. Eine große Konferenz mit dem Namen ‘EGEE I.’ hatte das Ziel, die fortwährende Lähmung des europäischen Prozesses zu überwinden. Sehr bald kam unter Studenten, die an der EGEE Konferenz beteiligt waren, der Wille auf, diese in eine Organisation umzuwandeln, die eine Plattform für junge Europäer ist. Der Name EGEE nimmt Bezug auf das Ägäische Meer, wo die Demokratie vor 2000 Jahren erfunden wurde. Wegen eines Namenkonflikts mit einer französischen Firma, wurde EGEE 1988 in AEGEE umbenannt. In dieser Zeit vergrößerte sich das Netzwerk sehr schnell, indem auch Antennen (lokale Gruppen) in EFTA-Ländern gegründet wurden.

1990-1995: Ausweitung auf Osteuropa

Nach dem Fall der Berliner Mauer öffnete AEGEE die Türen für Zentral- und Osteuropa. Die ‘East-West Working Group’ un das Comité Directeur (Europavorstand) von 1990 – bekannt als ‘Quo Vadis Group’ – beförderte diesen neuen Weg. Die Osterweiterung hat seitdem nicht aufgehört; heute ist die östlichste Antenne Ufa, was an der westlichen Flanke des Urals liegt.

1996-1999: Wachsende Professionalität und neue Projekte

Im Jahr 1996 wurde AEGEE groß genug, um sein Hauptquartier von einem kleinen Büro in Delft nach Brüssel umzuziehen. Seitdem lebt und arbeitet das Comité Directeur gemeinsam in der ‘Hauptstadt der Europäischen Union’, und nutzt die Vorteile der Nähe zu den europäischen Institutionen. Die größten Projekte dieser Zeit waren das ‘Find Your Way’-Projekt im Jahr 1996, adressiert an Jugend-NGO’s, und das “Europe and Euro”-Projekt im Jahr 1997, welches fünf Jahre vor ihrer Einführung die Aufmerksamkeit auf die neue europäische Währung lenken wollte.

2000-2005: Unterstützung der EU-Osterweiterung

In den ersten Jahren des neuen Jahrtausend wuchs das AEGEE-Netzwerk sehr schnell. Im Jahr 2004 organisierten 260 Antennen 135 Konferenzen und Seminare und 99 Summer Universities. Zudem bot AEGEE der EU Hilfe bei der Osterweiterung 2004 an, und konnte dabei auf 15 Jahre Erfahrung beim Brückenschlag von Ost und West zurückgreifen. Wichtige Projekte dieser Zeit waren ‘Europe’s identity’, ‘Education for Democracy’ und ‘Hotspot’. AEGEE zeigte auch Initiative bei der Stärkung der Demokratie und der Aussöhnung im kriegsgebeutelten Balkan, der Ukraine, und Zypern.